Impulse

Lockdown

Der Begriff „Lockdown“ ist in aller Munde. Seit Wochen befinden wir uns im Lockdown: Schulen, Kindergärten und Läden sind geschlossen; Veranstaltungen abgesagt; Die Haare werden länger; ArbeiterInnen sind zum Homeoffice angehalten, wo immer das möglich ist; Alle Kontakte sollen reduziert werden. Im Social distancing und im Impfstoff liegen die Hoffnungen vieler Menschen. Hoffnungen auf ein Leben wie vor Corona.

Der englische Begriff „Lockdown“ wird jedoch nicht nur mit „Ausgangssperre“ übersetzt. Genauso meint ein Lockdown auch die Abriegelung eines Gebietes oder Gebäudes, um Gefahr abzuwenden (zum Beispiel bei einem Amoklauf).

Es wäre nicht richtig, Corona mit dem Sündenfall zu vergleichen. Und dennoch haben mich das social distancing und die Wortbedeutung des „Lockdowns“ an den ersten Lockdown der Menschheit erinnert: Adam und Eva, in Gemeinschaft und Verbundenheit mit Gott, im Garten Eden – Das perfekte Leben, bis zum Griff nach der Frucht vom Baum der Erkenntnis. Zum Schutz, damit die Menschen nicht auch noch vom Baum des Lebens essen, muss Gott die Menschen aus dem Paradies vertreiben (1.Mose 3). Das Paradies wird abgeriegelt – ein Lockdown mit Folgen für die Menschen bis heute.

Als Christen wissen wir, dass es in diesem Lockdown eine Hoffnung gibt. Hoffnung auf ein Leben wie vor dem Sündenfall: Jesus Christus. Durch ihn können wir nach dem Tod wieder in die Gemeinschaft mit Gott treten, die Adam und Eva einst hatten. ER ist der Weg, wieder zum Vater zu kommen (Johannes 14,6).

Während des aktuellen Corona-Lockdowns wird viel darüber gesprochen, wie der Lockdown beendet werden kann und was Hoffnung auf ein Ende der Pandemie geben kann. Experten werden zitiert und ihre Meinungen verbreitet. Es wird so viel darüber geredet, dass es manch Einer schon nicht mehr hören kann.

Wie sieht das bei dir und mir aus – Wir kennen die Lösung Gottes, um den ersten Lockdown der Menschheit für uns zu beenden. Sprechen auch wir so viel darüber, dass manche es schon nicht mehr hören können?

(Februar 2021 – Carmen Friedrich, Jugendreferentin)

Impuls von Samuel Löffler

Wie kann man in diesen Zeiten ein Vorwort schreiben ohne das Wort mit C. zu erwähnen? Schwierig… alles dreht sich gerade um C.

Bei der Arbeit, aber auch privat. C. ist das Erste was uns begegnet, wenn wir morgens in den Bus steigen. C. ist das Thema am Esstisch mit der Familie. C. gibt die Richtung vor, wie wir aktuell Jugendarbeit machen.

Ich lade euch ein, das C. nicht mit ORONA zu ergänzen. Ergänzen wir das C. in den Zeilen oben doch mit HRISTUS.

Das wäre doch wünschenswert, oder? Wenn wir uns so um Christus drehen würden, sich unser Alltag um ihn gestaltet… wenn wir morgens in den Bus steigen, die Menschen mit Christus ́ Augen und in Liebe anschauen, wenn sich die Gespräche am Esstisch um Christus und unsere Beziehung zu ihm drehen und wenn wir uns beim Konzepte schreiben und Gedanken machen für die Kinder- und Jugendarbeit von Christus leiten lassen.

Das könnte doch in den kommenden Tagen und Wochen immer unsere um C. kreisenden Gedanken durchbrechen. Lasst uns auf Christus sehen – an- statt uns nur auf Corona zu fokussieren.

Samuel Löffler ist Jugendreferent im evangelischen Jugendwerk Bad Urach-Münsingen

Menü